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Wie musst Du Trinkgeld in Deinem Geschäft versteuern?

2021-11-09 - Jena
4 Minuten zu lesen.

retail7 Kassen-App für Gastronomie - Trinkgeld Verwaltung

In diesem Artikel erklären wir Dir, wie Du mit Trinkgeld in Deinem Betrieb umgehen solltest.


In Deinem modernen Gastronomie-Betrieb, als Handwerker oder in Deinem Friseursalon nimmst Du sicherlich einige hohe Summen an Trinkgeld ein. Deine Kunden zeigen Dir damit direkt, wie zufrieden sie mit Deinen Mitarbeitern, der Atmosphäre und dem Ambiente Deines Geschäfts sind. In vielen Ländern gehört es zum guten Ton, Trinkgeld zu vergeben, in anderen Ländern ist es bereits in der Rechnung mit enthalten.


Aber wie kannst Du Dein Trinkgeld in Deutschland in der Kasse verrechnen und wie musst Du es versteuern?



Im Kassensystem von retail7 kannst Du mit der Gastro POS mit Raum- und Tischplan ganz einfach die bezahlte Summe inklusive Trinkgeld beim Bezahlvorgang angeben. Du wirst merken, dass die meisten Gäste einen Betrag zwischen fünf bis zehn Prozent als Trinkgeld dazugeben. Das hängt natürlich von der insgesamt zu zahlenden Summe ab, aber auch von der Zufriedenheit des Gastes.

Da in Deutschland das Trinkgeld nicht automatisch auf der Rechnung steht, können Deine Kunden selbst entscheiden, wie viel und auf welche Art sie Trinkgeld geben möchten. Wenn Dein Gast das Trinkgeld bar gibt, musst Du es nicht versteuern. Wenn Dein Unternehmen das Trinkgeld allerdings in einer Trinkgeld-Kasse sammelt und es mit dem Monatsgehalt ausgezahlt wird, musst Du es versteuern. Du musst Dein Trinkgeld auch versteuern, wenn der Kunde mit Karte zahlt und das Trinkgeld so digital in Deiner Kasse auftaucht.

Auch in einem Handwerksbetrieb oder in einem Friseursalon musst Du Dein Trinkgeld versteuern, da es als Einnahme angesehen wird. Das ist vor allem wichtig, wenn Du als Selbstständiger der einzige Angestellte im Geschäft bist. Es sei denn, das Trinkgeld ging als freiwillige Belohnung an einen Angestellten. Wenn Du das Geld an Geschäftsinhaber erhältst, ist es immer als direkte Einnahme zu betrachten und steuer- und sozialversicherungspflichtig.


Beispiele:


Anhand von sechs verschiedenen Beispielen erklären wir Dir nun, wann Dein Trinkgeld steuer- und sozialversicherungspflichtig ist:

  1. Du bist angestellte/r Kellner/in in einem Restaurant und bekommst Trinkgeld als Barzahlung zur Rechnung. Das bekommst Du für Deine Freundlichkeit und als direkten Dank des Kunden. Es gibt also einen persönlichen Bezug, das Geld kam Bar und Du bist Arbeitnehmer. Das bedeutet, dass das Trinkgeld nicht versteuert werden muss.

  2. Du bist angestellte/r Kellner/in in einem Restaurant und bekommst Trinkgeld über eine Kartenzahlung mit zur Rechnung. Damit ist das Geld zwar auch direkt für Dich gedacht, wird allerdings digital mit im Kassensystem aufgenommen. Es gibt also einen persönlichen Bezug, das Geld ist allerdings digital in der Kasse und ist daher auch steuer- und sozialversicherungspflichtig. Allerdings wird es dann trotzdem an den jeweiligen Angestellten ausgezahlt.

  3. Du arbeitest in einem Handwerks- oder Gastro-Betrieb und das Trinkgeld steht als Metergeld oder Bedienzuschlag auf der Rechnung. Damit gibt es keinen persönlichen Bezug, der Kunde zahlt es nicht freiwillig und damit ist das Trinkgeld auch steuer- und sozialversicherungspflichtig.

  4. Du bist die Chefin in Deinem Friseursalon oder Gastronomie-Betrieb und erhältst Trinkgeld von einem Kunden. Damit ist das Geld als Betriebseinnahme an den Unternehmer zu sehen und ist somit steuer- und sozialversicherungspflichtig. Das ist vor allem für Selbstständige wichtig.

  5. In Deinem Friseursalon oder der Arztpraxis gibt es ein Sparschwein oder Ähnliches zum Einzahlen von Trinkgeld. Dort wird sämtliches Geld für alle Angestellten gesammelt. Allerdings gibt es trotzdem einen persönlichen Bezug, da die Stammkunden sich direkt bei ihren Lieblingsangestellten bedanken wollen. Das Trinkgeld kommt also als Barzahlung mit persönlichem Bezug, wird freiwillig gegeben und muss nicht versteuert werden.

  6. In Deiner Kantine oder Deinem Spielcasino gibt es eine Kasse, in der Kunden Trinkgeld einzahlen können. Es kommen viele unterschiedliche Gäste, die Deine Köche gar nicht sehen. Trotzdem möchten sie sich für das nette Ambiente bedanken und werfen etwas Trinkgeld in die Kasse. Dieses Geld ist zwar freiwillig, allerdings gibt es keinen persönlichen Bezug. Weder kennt Dein Koch den Kunden noch andersrum. Daher ist das Geld steuer- und sozialversicherungspflichtig.


Fazit:



In unserem Kassensystem kannst Du in der Gastro POS mit Raum- und Tischplan immer Trinkgeld mit angeben und somit versteuern. Allerdings kannst Du die Beträge natürlich auch ohne Trinkgeld in die Kasse eingeben. Egal, wie Du in Deinem Geschäft mit Deinem Trinkgeld umgehen möchtest: retail7 bietet Dir immer die beste Option zur Umsetzung.

Du musst Dir bei einer Kassennachschau also keine Gedanken machen. Dort achten die Kassenprüfer vor allem bei den oben genannten Branchen auf den richtigen Umgang mit Trinkgeld.


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retail7 - Author

Sophia Brandt ist ausgebildete Journalistin und unsere Content/Social Media Managerin für retail7. Sie ist euer direkter Kontakt auf allen Kanälen und die Stimme für alle Videos. Wenn sie nicht gerade neue Themen recherchiert, geht sie gerne auf Konzerte, zockt oder kocht was Leckeres.


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